Diskstation als eigenes KKMS

Wofür steht KKMS? Es steht für Kontakt-, Kalender- und Mailsystem. Diese drei Dinge, welche auch im privaten Bereich immer wichtiger werden kann man mit einer Diskstation gut abbilden. Natürlich geht es dann auf dem Handy nicht ganz ohne fremde Hilfe. Soweit ist Synology noch nicht. Dennoch kann man fast alle drei wichtigen Kategorien, komplett zu sich nach Hause unter die eigene Kontrolle holen. Das kann im Prinzip jeder, der sich grundlegend mit der Diskstation auskennt.

Wie so oft: Nachmachen auf eigene Gefahr. Der Tipp mit dem Backup ist auch ganz gut. Ich weiß wie toll es ist, wenn man sich nach einen Versuch daran erinnert, dass noch irgendwo eine Sicherung lag. Es ist ein beruhigendes Gefühl.

Eigenes Mailsystem

Das ist das Einfachste. Hier kann man sich meiner Meinung nach jedoch nicht komplett von externen Anbietern trennen. Warum? Das Wort Ausfallsicherheit ist die Antwort. Zu Hause kann die Internetverbindung oder der Strom ausfallen. Gut es ist heut zutage nicht oft, nur halt öfter als bei einem Provider. Dieser sichert eine gewisse Verfügbarkeit zu. Man kann ja mal seinen Telefon- oder Stromanbieter danach fragen. 😉

Man braucht dafür? Eine Diskstation (unterstützte Modelle, LS: 02.02.2017), welche E-Mail-Server und Mail Station unterstützt. Wenn man kein passendes Model hat, braucht man nicht weitermachen-, lesen. Wenn ja, dann installiert man die beiden Pakete. Alle abhängigen Pakete werden automatisch mitinstalliert. Der Rest ist ziemlich einfach und wird hier von Synology (LS: 02.02.2017) gut beschrieben.

Interessant ist vielleicht noch, dass man unter 3.3 E-Mail-Server einrichten Punkt 3 auch ganz einfach nur den Namen seiner Diskstation nehmen kann. Damit funktioniert das ganze nur im lokalen Netz. Mozilla Thunderbird bringt beim Einrichten der Mailadresse (nutzer@diskstation) zwar eine Warnung, macht aber trotzdem weiter. Man muss sich also nur eine DDNS-Domain zulegen, wenn man von außen zugreifen will. Ich dachte ein Haken reicht. Steht bestimmt auch in der Hilfe, also nachschauen nicht vergessen.

Dafür ist, wie bereits erwähnt, jedoch noch das externe Konto. Dies kann man dann in der Mail Station als POP3 einbinden. Was schön an der ganzen Sachen ist, es geht sehr leicht und zumindest ich musste an keiner Stelle fluchen. Einzige Fehlerquelle bei mir, wenn man IMAP/SSL aktivieren will, muss man auch IMAP aktivieren, sonst funktioniert es nicht.

Eigenes Kontakt- und Kalendersystem

Hier wird es schon etwas umfangreicher. Da man hier auch auf dem Handy aktiv werden muss. Wie auch beim Mailsystem sollte man vorher schauen, ob die erforderlichen Komponenten (WebDAV Server und CardDAV Server) auf der eigenen Diskstation verfügbar sind.

Was braucht noch dafür? Wenn man die Kontakte auch auf dem Handy haben möchte, eine weiteres Programm. Das beste meiner Meinung nach findet man hier von Marten Gajda (LS: 02.02.2017). Es kostet natürlich einen angemessenen Obulus.

Kontakte

Beim CardDAV muss man erst einmal nur Installieren. Das ist ansich der leichte Teil. Schwieriger wird es bei der Synchronisation. Hier ist Synology anscheinend noch nicht so weit. Dank der o.g. App ist das nicht problematisch. Nur der Anmeldepfad ist etwas arg lang, nämlich:

  • Variante 1 (mit IP): 192.xxx.xxx.xxx:PORT/addressbooks/users/BENUTZER-NAME/addressbook
  • Variante 2 (mit Servernamen): NAME-DISKSTATION:PORT/…

Erläuterung:

  • Kursiv Gedrucktes muss individuell angepasst werden.
  • Der Port sollte in den Einstellungen geändert werden, wenn man externen Zugriff zulassen möchte.
  • Der Benutzername ist der Anmeldename auf der Diskstation.
  • Beide hier genannten Varianten erlauben so nur einen internen Zugriff.

Kalender

Ähnlich funktioniert das Ganze beim WebDAV Server, welchen man für die Kalender benötigt. So wie ich es sehe, kann man genügend einrichten. Ein Unterschied: man braucht für jeden Kalender einen extra Speicherort. Jeder Kalender bekommt also ein eigenes Verzeichnis. Sicherheitsaspekt bei mehreren Nutzern: Entweder man nimmt kryptische Verzeichnisnamen oder man passt bei der Rechtevergabe auf. Der Anmeldepfad ist hier ein wenig einfacher:

  • Variante 1 (mit IP): http://192.xxx.xxx.xxx:PORT/KALENDERVERZEICHNIS
  • Variante 2 (mit Servernamen): https://NAME-DISKSTATION:PORT/…

Hinweis: Es muss natürlich der das komplette Kalenderverzeichnis (Hauptverzeichnis/Unterverzeichnis/usw.) angegeben werden. Das ist wichtig, wenn man mehrere Kalender in Unterverzeichnissen organisiert hat.

Die Diskstation hat dann eine permanente RAM-Auslastung von 60 Prozent. Tja und im Normalfall funktioniert das dann auch ganz gut (DSM 6.0 auf einer DS 213). Wie hier beschrieben, natürlich nur zu Hause im eigenen Netzwerk.

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