Facebook ade

So es ist soweit, ich lösche meinen Facebookaccount. Warum? Keine Ahnung, ich weiß ja nicht mal warum ich einen erstellt habe. Doch weiß ich schon, aber es gefällt mir nicht, dass bei vielen das reale Leben immer mehr in den Hintergrund rückt. Auch gefallen mir einige Sachen nicht, wie sie auf Facebook laufen.

Für alle die auch darüber nachdenken (Vorsicht: Es gibt kein Zurück mehr!):

Facebook-Account löschen: https://www.facebook.com/help/delete_account

Gesunder Menschenverstand

Das wichtigste Hilfsmittel für uns beim Thema Datenschutz ist der gesunde Menschenverstand. Ein vor kurzen vom Bundesgerichtshof (BGH) gefälltes Urteil bietet mir die Gelegenheit ein paar Worte zu dem Thema zu verlieren.

Link zum Artikel des BGH
(Linksetzung: 12.03.2013)

Jammern können wir immer schnell und mit einer unerschütterlichen Entschlossenheit – keinem geht es so schlecht wie mir. Natürlich trifft diese Aussage nicht auf jeden zu, aber immer wieder doch auf Einzelfälle.

Was ist passiert?

Ein Bankkunde, welcher schon seit mehreren Jahren das Onlinebanking nutzt, ist auf eine präparierte Seite hereingefallen. Das ist nichts Ungewöhnliches und kann durchaus jedem passieren. Diese so genannten Phishing-Attacken finden wir immer wieder im Postfach und sie werden immer besser. Nur wenn diese Seite zehn (10) TAN-Nummern in Reihenfolge abfragt, sollte man stutzig werden. In der Regel werden die TAN’s nur für Transaktionen benötigt und dann auch nur eine pro Aktion. Es ist völlig ausgeschlossen, dass mehr als eine TAN am Stück abgefragt wird.

Einfach mal den gesunden Menschenverstand benutzen und auch einmal etwas hinterfragen.

Sag uns Dein Gehalt und wir geben es Dir doppelt…

Ich habe diese Woche nicht schlecht gestaunt, als ich früh im Radio diesen Satz (sinngemäß) gehört habe. Hit-Radio-RTL bietet seinen Hörern wieder mal was Neues an.

Hit Radio RTL Gehalt
(Quelle: Hit Radio RTL, 10.03.2013)

Das klingt doch super, oder? Natürlich hat es einen komischen Beigeschmack, wenn ich so frage. Dieser ist wie so oft in den AGB’s oder auch Teilnahmebedingungen zu finden und das gleich zweifach.

Hit Radio RTL Gehalt AGB 1
(Quelle: Hit Radio RTL, 10.03.2013)

Man muss einen Endgeltnachweis schicken. Jeden dürfte zumindest im Ansatz bewusst sein, was alles da drauf steht:

  • Krankenkasse
  • SV-Nummer
  • Bankverbindungen

Das sind laut BDSG (Bundesdatenschutzgesetz) Sozialdaten und diese unterliegen einen besonderem Schutzintresse. Damit noch nicht genug, man muss auch zustimmen, dass das Gehalt veröffentlich wird.

Hit Radio RTL Gehalt AGB 2
(Quelle: Hit Radio RTL, 10.03.2013)

Ansich ist das alles kein Problem, es wird nach beiderseitigem Einverstädnis zwischen zwei Parteien ein Vertrag geschlossen. Nur wer denkt immer an alle Konsequenzen? Der Gehaltsnachweis ist ein kleiner Lebenslauf, da hier neben den oben genannten Sachen auch noch andere Dinge zu finden sind, wie zum Beispiel eventuelle Altersvorsorgen und die Länge der Betriebszugehörigkeit.

Was noch zu prüfen wäre, ist die Veröffentlichung des Gehalts. Jeden sollte ein Absatz aus seinem Arbeitsvertrag bewusst sein: „…über das Gehalt zu schweigen.“. Dieser gilt sicher nicht für Arbeitskollegen, laut Rechtssprechung des LAG Mecklenburg-Vorpommern (Urteil, LS: 10.03.2013), jedoch ist fraglich ob dieses Urteil auch diesen Fall abdeckt.

Was ich bemängeln möchte, ist die lückenhafte Aufklärung der Teilnehmer. Den Link zu dieser Aktion setze ich natürlich nicht. Wer möchte, kann gern danach suchen.

Neuer Wind im Netz…

Vor einiger Zeit hatte ich meine Fahne in den Wind gehalten und einen Blog aufgesetzt und viele kleinere Projekte. Auf Grund einiger Veränderungen (nichts dramatisches) werde ich jetzt endlich mal alles unter einen Hut bringen. Los geht’s…

Ratgeber Passwörter

Laut vielen Studien ist „123456“ das beliebteste Passwort, gerade auch in sozialen Netzwerken. Sicher kann man sich dieses Passwort leicht merken. Noch viel leichter lässt es sich knacken.

Dabei müssen sichere Passwörter nicht schwierig sein. Heute möchte ich ein paar Sätze zu diesem Thema verlieren.

Warum ist es außerdem gut, bei jedem Anbieter ein anderes Passwort zu benutzen? Ganz einfach, nichts ist hundertprozentig sicher und die beste Kontrolle haben immer noch Sie selber. Ein Argument dafür liefern die Nachrichten. Wie oft hört man in letzter Zeit von Datenpannen. Verlassen sollte man sich nur auf sich selber, jedoch ebenfalls nicht bedingungslos. Wenn Sie überall ein anderes Passwort haben, ist das Bekanntwerden an einer Stelle leichter zu verschmerzen.

Die wichtigsten Punkte:

  • komplexe Passwörter nutzen
  • bei jedem Angebot anderes
  • besonders sicheres Passwort bei Ihrem Mailaccount
  • Passwort nicht im Browser speichern
  • Passwort-Manager richtig nutzen
  • Passwörter am sichersten auf Papier (im Versteck, Banking)
  • Merken statt Speichern

Sichere Passwörter

…sollte nicht in Wörterbüchern zu finden sein, ein paar Sonderzeichen, Ziffern und Buchstaben in Groß- und Kleinschreibung enthalten sowie mindestens zehn Zeichen lang sein.

Ein Hauptpasswort erweitert um den Anbieter. Nehmen Sie zum Beispiel: (meein)geeheeimeesPasswort und erweitern Sie dieses um den Anbieter und vielleicht ein markantes Jahr. In diesem Fall haben Sie den Vorteil sich nur ein Passwort merken zu müssen, was jedoch gleichzeitig der große Nachteil ist. Im Normalfall sollte darauf aber keiner kommen. Ihr Mailpasswort könnte dann so aussehen: (meein)geeheeimeesPasswort-pswmail-2012.

Sonderzeichen in einem Passwort sind zwar gut, bitte achten Sie aber hier darauf nur Sonderzeichen zu nehmen, welche Sie auf der Tastatur leicht finden. Wenn Sie zusätzlich ein bestimmtes Jahr verwenden möchten, ist es ratsam nicht Ihr Geburtsjahr zu nehmen. Mit diesen Tipps kann man sich ein sicheres Grundpasswort merken.

Eine weitere Methode ist die Akronym-Methode: Man wählt einen Satz aus, den man leicht behält. Dann setzt man das Passwort aus den Anfangsbuchstaben zusammen und wandelt es ein wenig ab. Aus „Am liebsten fahre ich mit dem Bus.“ könnte folgendes Passwort werden: „2012-aLFIMDb-2012“, je nachdem wie  gut man sich Sachen merken kann.

Das beste Passwortsystem hilft aber nicht, wenn der Computer infiziert ist, an dem man sie eingibt. Sobald ein Schadprogramm Tastatureingaben und Seitenaufrufe mitschneidet, haben Angreifer Zugriff auf Ihre Passwörter. Gute Passwortsysteme ersetzen nicht regelmäßige Softwareupdates und Virenschutz. Ebenfalls schütz ein Passwortsystem nicht vor Phishing, wenn der Nutzer auf gefälschten Seiten sein Login selbst eingibt. Der sicherste Weg ist wichtige Dinge, wie Onlinebanking immer am eigenen Computer zu erledigen. Ein weiterer Vorteil dieser Methode ist, dass man weiß man selber hat einen Fehler gemacht, denn ohne eigenes Zutun kann ein Virus nicht auf dem Computer gelangen.

Illegale Downloads: Eltern müssen Kinder aufklären

Laut Entscheidung des Bundesgerichthofes können Eltern, welche Ihre Kinder ausreichend über die Konsequenzen von Filesharing aufgeklärt haben, nicht für Urheberrechtsverletzungen jener belangt werden. Diese Entscheidung ist aber keineswegs ein Freifahrtsschein. Eltern müssen ihre Kinden ihrem Alter entsprechend belehren. Die sichere Variante ist aber ein angemessene Kontrolle. Informationen (Links) dazu, finden Sie am Ende des Artikels.

Basis der Grundsatzentscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) war der Fall eines zum Zeitpunkt der Anklage der Eltern 13-jährigen Schülers. Dieser hatte über sieben Monate hinweg insgesamt „1147 geschützte Musiktitel über eine Filesharing-Plattform illegal aus dem Netz geladen und anderen Usern zur Verfügung gestellt“. Die Eltern wurden über die Anwälte der betroffenen Musikfirmen zu einer Strafzahlung von 5.400 Euro aufgefordert, das Oberlandesgericht Köln entschied im Jahr 2007 zugunsten der Rechteinhaber. Die betroffenen Eltern gingen in Revision, um eine „Abweisung der Klage zu erreichen“. Der BGH entschied jetzt zugunsten der Beklagten mit der Begründung, dass Eltern ihr Kind ausreichend über die Folgen von illegalen Downloads aufzuklären hätten, um straffrei davonzukommen. Im vorliegenden Fall sei dies geschehen, es sei eine Kinderschutzsoftware auf dem PC installiert gewesen, und das Gerät sei monatlich kontrolliert worden. Dass Eltern keinem „Idealelternpaar“ entsprechen könnten, welches auch jede Form der technischen Umgehung dieses Schutzes sofort entdecken könne, betonten die Richter des BGH. Einem Kind grundsätzlich zu misstrauen, sei keinesfalls der richtige Weg; wo es allerdings bereits Abmahnungen gab, dort sei ein gesundes Hinterfragen angebracht.

Grundsätzlich ist es so, dass das Alter des Kindes entscheidend ist für die erwartete Einsichtigkeit. Hier wird ab einem Alter von sieben Jahren angenommen, dass ein Kind sich des Unrechts illegaler Tauschbörsen bewusst sein kann, es entsprechend aufzuklären ist. Das aktuelle Urteil des BGH nimmt den Eltern die Bürde, bei eigenem Mangel an technischer Versiertheit einen kostenpflichtigen IT-Support ins Haus zu holen, um den PC der Kinder entsprechend einzurichten und über Rechtliches aufzuklären. Die Eltern sind allerdings in ihrer Funktion als Erziehungsberechtigte verpflichtet, ihr Kind „über das Thema Urheberrechtsverletzung […] zu belehren“. Am besten dokumentiert man eine solche Belehrung gleich, um sie im Fall des Falles vorweisen zu können. Würde auch ein Großteil der Verfahren strafrechtlich eingestellt, könnten die zivilrechtlichen Schadensersatzforderungen relativ hoch sein. Im Gegensatz zu Onlineshopping, wo der Vertrag, welcher von Kindern abgeschlossen wird, nicht wirksam ist, werden „beim Tausch von Musik“ immer die Eltern zur Verantwortung gezogen. Dass der Betreiber der betreffenden Seite nicht belangt wird, hängt damit zusammen, dass „es keine zentralen Homepagebetreiber beim Filesharing gibt“.

Wo kann man sich informieren?
webhelm.de,
(Linksetzung: 31.05.2012)
salfeld.de und
(Linksetzung: 31.05.2012)
WinTimer
(Linksetzung: 31.05.2012)

Facebook und Urheberrecht

Letztens bin ich auf einen interessanten Artikel gestoßen, welchen ich hier kurz vorstellen möchte. In diesem Artikel geht es um das Urheberrecht und Abmahnungen. Im speziellen Fall hat ein Facebooknutzer eine Abmahnung wegen einem geschützten Werk erhalten. Das an sich ist heutzutage nichts besonderes, nur hat in diesem Fall nicht der betroffene Seitenbesitzer sondern jemand anderes ein Bild auf seiner Seite veröffentlicht, wieder ein Stolperstein mehr im weltweiten Netz. Das Urheberrecht ist wichtig und es muss beachtet werden, nur die Art und Weise sollte bedacht sein.

Link zur Seite des LHR-Blogs
(Linksetzung: 11.04.2012)

Ich werde den Fall weiter verfolgen.

Osterreiten

Vor einiger Zeit bin ich ja in das sorbische Hohheitsgebiet gezogen. Was ich bis heute nicht bereut habe. Hier trifft man nette Leute, bei denen Bier und Hilfsbereitschaft offizielle Währung sind.

Ich finde es grundsätzlich schön, wenn Traditionen bewahrt werden. Man kann zur Kirche stehen wie man will, denoch verdanken wir ihr ein paar schöne Bräuche. Da ich diese auch gern in Anspruch nehme, respektiere ich Leute, die mit voller Überzeugung dabei sind. Aber ein Brauch gefällt mir besonders: das Osterreiten.

Ich liebe Pferde! Wenn mich einer fragt warum? Keine Ahnung! Es ist einfach so! Es ist aber auch die Atmosphäre die zu Ostern herrscht. Alle sind aufgeregt, angespannt und voller Vorfreude. Ein Gefühl, welches man mögen muss. Wenn man es nicht mag, sollte man es zumindest respektieren. Ich kann jedem empfehlen, wie auch bei allen anderen Dingen, es sich zumindest einmal anzuschauen. Danach kann sich jeder seine Meinung bilden.

Meiner Einschätzung nach findet man die ausführlichsten Infos zu diesem schönen Brauch auf den Seiten der Katholischen Pfarrgemeinde St. Mariä Himmelfahrt (LS: 15.04.2012).

Sinn und Unsinn einer Wolke

Im letzten Artikel ging es um die Nutzungsbedingungen der iCloud von Apple. Heute will ich ein paar grundsätzliche Worte zum Sinn oder Unsinn dieser sagen.

Sicher suggeriert einem die Werbung, wie bei vielem anderen auch, dass es unbedingt notwendig und so schön ist eine eigene Wolke zu haben. Leider ist dem nicht immer so. Wir lassen uns gern allzu leicht von unseren Grundfesten abbringen, wenn es schön klingt. Das sollten wir aber nicht. Ein wenig GMV (gesunder Menschenverstand) ist gut und eben auch gesund. GMV ist meiner Meinung nach sowieso das Patentrezept für ein schönes Leben. Es spart einem eine Menge Arbeit und Probleme. Also benutzen Sie diesen einfach um herauszufinden ob Sie eine offene Wolke brauchen. Dabei können Sie viele Faktoren berücksichtigen. Der wichtigste dabei sind Sie. Nicht relevant sollte sein, was andere tun oder nicht tun. Sie müssen sich bei dem tun wohlfühlen und nicht den Druck verspüren, na die anderen machen das aber doch anderes. Deswegen sind es ja auch die Anderen.

Ein Cloud ist eine schöne Sache, in erster Linie aber für Firmen. Das ist zumindest meine Meinung. Firmen sind groß und müssen oft schnell Sachen miteinander austauschen. Hier ist die Wolke eine schöne Sache, so zusagen eine Firmenwolke. Jederzeit kann ein Mitarbeiter überall auf Daten zugreifen. Das ist praktisch. Jedoch sollten Firmen oder gerade Firmen besonders auf den Datenschutz achten.

Warum braucht man als Privatmensch nicht unbedingt eine Wolke? Weil eine Cloud für den Privatanwender wieder ein Verlust des Miteinanders ist. Ein schönes Beispiel ist das gute alte Fotoalbum: Zusammen mit der Familie die schönen alten langsam vergilbten Bilder anzusehen und dabei zusammen lachen. Sicher werden jetzt einige sagen, aber die Bilder vergilben doch und man hat nichts für die Ewigkeit. In Familien kenne ich es aber bis jetzt immer so, dass es maximal zwei Generationen interessiert, was die davon so getrieben haben. Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Ohne jemanden zu nahe zu treten zu wollen: Aber nur Wenige von uns sind für die Ewigkeit interessant. Verstehen Sie das jetzt nicht falsch, es soll als ein möglicher Denkanstoss dienen. Mal ehrlich, mann kann auch auch mal einen Tag auf die moderne Welt verzichten.

Und wenn es doch eine Cloud sein muss, dann beachten Sie den Datenschutz, Ihrer Daten. Eine Cloud bei den großen Anbietern aus Übersee birgt Gefahren, nämlich Gefahren für Ihre Daten. Suchen Sie sich eine Cloud in Deutschland, denn für diese gilt auch deutsches Recht und Sie haben ein wenig mehr Sicherheit. Oder Sie nutzen gleich Ihre eigene Cloud. Eine Alternative hierfür ist:

ownCloud
(Linksetzung: 06.05.2012)

Die Entscheidung aber muss jeder für sich selber treffen, denn jeder muss sich in seiner Wolke wohlfühlen. Deswegen kann auch jeder selbst die Größe seiner Wolke bestimmen. Vielleicht konnte ich aber einen Denkanstoss geben.